Beinwell – ein vielseitiger Helfer im Naturgarten
- barbarathueringer

- 16. März
- 1 Min. Lesezeit
Beinwell ist sowohl eine wertvolle Heilpflanze als auch ein hervorragender natürlicher Dünger für den Garten.

Der heimische Beinwell (Symphytum officinale) wird etwa 80 cm hoch und blüht von Juni
bis August in kräftigem Lila. Er bevorzugt sonnige bis halbschattige, eher frische und nährstoffreiche Standorte. Ansonsten ist er anspruchslos und verträgt auch sehr schwere Böden. Meine Beinwellpflanzen werden nur in sehr langen Trockenphasen gegossen.

Ebenfalls beliebt ist der Kaukasus Beinwell (Symphytum grandiflorum), der nur maximal 30cm hoch wird und je nach Sorte von April bis Mai gelb oder blau blüht. Er verträgt auch lichten Schatten gut und kommt mit Trockenheit besser zurecht als die heimische Art.
Beinwell sollte in keinem Naturgarten fehlen!
Seine tiefen Wurzeln holen Kalium, Phosphor und Stickstoff aus tieferen Bodenschichten und speichern diese in den Blättern. Kalium stärkt die Zellwände und hilft dabei, Schädlinge und Krankheiten besser abzuwehren und außerdem fördert es die Blüten- und Fruchtbildung. Daher eignet sich Beinwell ideal als Begleitpflanze für Obst- und Beerensträucher.

Pflanzt man ihn direkt in die Baumscheibe, dient er nicht nur als natürlicher Dünger, sondern unterdrückt dank seines kräftigen Wuchses und raschen Ausbreitungsdranges auch unerwünschte Beikräuter. Eine Beinwellpflanze kann zwei- bis viermal jährlich geschnitten werden. Lässt man das Schnittgut liegen, liefert jeder Schnitt rund 10 g Kalium – vier Pflanzen reichen somit aus, um einen Apfelbaum ausreichend zu versorgen.




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